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DAASIL – Drones-As-A Service-In-Lesotho

22. März 2021 News

Dronen-Service in Lesotho

In diesem ehrgeizigen humanitären Beispielprojekt sind Drohnen der Garant, um der Bevölkerung in abgelegenen und isolierten Regionen in Lesotho (Südafrika) einen besseren Zugang zu dringenden Grundbedürfnissen zu ermöglichen.

Der Schwerpunkt dieses Projekts liegt für uns darin, Gemeinden, die in abgelegenen Gebieten leben, mit Nahrungsmitteln und medizinischer Grundversorgung wie Impfstoffen, Medikamenten und anderen medizinischen Hilfsmitteln zu versorgen, um den Kampf gegen Krankheiten wie z.B. HIV/Aids, Tuberkulose und COVID zu unterstützen.

Größte Herausforderung in Lesotho ist die schlechte Infrastruktur. Abgelegene und bergige Regionen sind auf normalem Weg kaum oder nur schwer zu erreichen. Oftmals gibt es keine befestigten Straßen oder Wege. Ein ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz im Buschland existiert nicht. Das ist unser Ansatzpunkt. Mit Drohnen können Medikamente sowie Lebensmittel kurzfristig über weite Strecken transportiert werden, unabhängig von fehlender oder maroder Infrastruktur (Straßen und Schienen).

Wir sind überzeugt: Mit Hilfe von Drohnen kann man das Defizit von mangelnder Infrastruktur ausgleichen, damit Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Umsetzung

Gemeinsam mit der lesothischen Partnerfirma Baholo Aviation Services PVT (BAS) wird volaer.io in Lesotho ein Drohnenrouten-Netzwerk aufbauen. Dazu werden „mobile“ Drohnen-Hubs an den Standorten installiert, an denen die höchstmögliche Zielerreichung gewährleistet werden kann. Großer Vorteil wird sein, dass die Drohnenstationen autark betrieben werden können. Die Routenplanung erfolgt flexibel und bedarfsorientiert über die eigenentwickelte Drohnen-Management-Software.

Geplant ist eine dezentrale Hangar-Lösung mit Personal vor Ort, die jederzeit auf Abruf einsatzbereit ist. Diese Lösung ist sehr flexibel, denn sollte sich durch den Bedarf herausstellen, dass ein Standort nicht optimal gewählt wurde, kann der Hangar auf einem LKW transportiert werden, um den Standort zu wechseln. Auch sind der Ausbau und die Einrichtung neuer und zusätzlicher Infrastruktur einfach möglich.

Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip anhand der Beispielanwendung „Medical Transport“ vereinfacht kurz erklärt:

volaerio-functionalprinciple-medicalTransport-1

Im Krankenhaus im Buschland wird ein bestimmtes Medikament benötigt. Das Krankenhaus sendet über das Mobilfunknetz eine Anfrage an den nächstgelegenen Drohnen-Hub. Dort wird das benötigte medizinische Material vom Personal vor Ort verpackt und per Drohne an das Krankenhaus gesendet. Die Drohne liefert das angeforderte Medikament / Material per Paket schnell und zuverlässig im Krankenhaus ab. Wichtig ist hierbei, eine wieder verwertbare Transportlösung zu nutzen. (Abbildung 1 Funktionsprinzip „Medical Transport“ vereinfacht dargestellt)

Die gesamte Mission wird mit GPS-Koordinaten über SAT oder ein mobiles Netzwerk verfolgt. Die Flugsteuerung der Drohne erfolgt via GPS-Koordinaten.

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Abbildung 2 Drohne mit speziellem Transportbehälter

Weitere denkbare Drohnen Anwendungsfälle in Lesotho

Viele gefährliche Aufgaben in der bemannten Luftfahrt können durch automatisierte Flugsysteme ersetzt werden. Ernteschutz, Brandbekämpfung, Transport und Überwachung sind einige der Anwendungen, die mit automatisierten Flugsystemen durchgeführt werden können.

Der Einsatz von Drohnen ist vielfältig und für Lesotho sind bereits weitere Anwendungsfälle und weitere Projektphasen geplant:

  • Transport von Nahrungsmitteln
    • Unabhängig vom Geschäft steht bei volaer.io auch der humanitäre Aspekt im Vordergrund.
    • Durch leichte Anpassungen, ist auch die Verteilung & Auslieferung von Lebensmittel möglich.
  • Transporte für die Landwirtschaft (z.B. Saatgut oder Dünger)
    • Die moderne Landwirtschaft benötigt mehr denn je Anwendungen aus der Luft, um die hohen Anforderungen einer stetig wachsenden Weltbevölkerung zu erfüllen.
    • Wir bieten Landwirten eine flexible, präzise und reaktionsschnelle Lösung für z. B. Dünger-Pflanzenschutzanwendungen und können helfen, die Bodenstrukturen durch den Einsatz von Zwischensaaten zu verbessern. Durch die präzise Anwendung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln reduzieren wir den NO3-Gehalt im Boden und sorgen für eine geringere Umweltbelastung.
  • Grenz- & Zaunüberwachung
    • Grenzübertritte und Drogenschmuggel sind in Lesotho und weiteren Ländern Afrikas ein Problem. Für das Militär kann der Einsatz von Drohnen dazu dienen, die Grenzen zu überwachen und ggf. die Gefängnisse zu sichern.

Schlusswort

Wir sind uns bewusst, dass das Thema „Drohnen“ eine ähnliche mediale Aufmerksamkeit wie andere unterschätzte Megatrends erreicht. Die Vergangenheit hat uns jedoch gelehrt, dass manche Zukunftsvision zur erfolgreichen Realität werden kann. Dem iPhone gab man 2007 keine Chance, jemals einen signifikanten Marktanteil zu erreichen. Auch das Internet galt lange als simple „Spielerei für Computerfreaks“ und man sah keine Zukunft darin, wie Telekom-CEO Ron Sommer 1990 mitteilte. 1977 war man sogar noch der Meinung, dass es niemals einen Grund gäbe, warum jemand in Zukunft überhaupt einen Computer zu Hause haben sollte. (Ken Olsen, 1977, Digital Equipment).

Das stimmt uns zuversichtlich, dass auch das bisher unterschätzte Anwendungspotential von Drohnen am Ende durch positiven Erfolg überzeugen wird.

Über Baholo Aviation Services PVT

Die Baholo Aviation Services PVT (BAS) wurde im Jahr 2020 gegründet. BAS ist der führende Innovator im Transport- und Logistiksektor in Lesotho und bietet Beratungsleistungen auf der Grundlage fundierter Kenntnisse für verschiedene Aspekte der Luftfahrt. BAS ist die innovative Antwort auf die dringende Notwendigkeit, Gemeinden, die aufgrund der schlechten Infrastruktur des Straßennetzes, des zerklüfteten und bergigen Geländes nur schwer zugänglich sind, schnell zu erreichen und mit Grundbedarf zu versorgen.

Gründer und Executive Chairman der BAS. (BaholoAviation Services) ist Baholo Ranga Chimombe, ein ehemaliger Profisportler, der Lesotho als Rugbyspieler, Trainer und Mentor international vertreten hat. Durch seine enge Verbindung zum Königshaus, der damit gut verbunden Vernetzung und dem exzellenten Fachwissen über Technik, Land und Leute, ist er der ideale Projektpartner vor Ort.

Über volaer.io GmbH

volaer.io wurde 2019 innerhalb der OECON Gruppe gegründet. Die innerhalb der OECON Gruppe vorhandenen Kompetenzen für Software-Entwicklung sowie Produkt- und Projektmanagement im UAV-Bereich wurden 2020 dann mit der Ausgründung zur GmbH in volaer.io konzentriert.

volaer.io berät Kunden bei der Drohnenbeschaffung und betreibt eine digitale Buchungs- und Managementplattform für Drohnen. Zusammen mit Partnern in Metropolregionen bieten wir damit unseren Kunden ein lokal verfügbares großes Netzwerk von Drohnen an. Unterstützte Einsatzfelder sind u.a. die Erkundung und Einschätzung der Lage aus der Luft für Rettungsdienste, die Überwachung von industriellen Geländegrenzen, die Instandhaltung und Inspektion von Infrastrukturanlagen und die Erfassung von Agrar- und Forstflächen.

Geschäftsführer Ralf Schmitt besitzt Expertise in den Bereichen Urban Air Mobility, IT, Telekommunikation und verfügt über weitreichende Erfahrungen in der Umsetzung von internationalen Großprojekten. So ist die volaer.io GmbH in der Lage, als Drohnen Service Provider plattformbasierte Drohnendienstleistungen nicht nur kleinen und mittelständischen Unternehmen, sondern auch Großkunden anzubieten.

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